Der Nickel-Metall-Hydrid Akku ist cadmiumfrei und damit umweltfreundlich und speichert mehr Energie als ein Nickel-Cadmium Akku. Darum ist der Nickel-Metall-Hydrid Akku auch die bessere Alternative. Der Nickel-Metall-Hydrid Akku weist jedoch bei tiefen Temperaturen und hohen Entladeströmen nicht die positiven Eigenschaften auf, die ein Nickel-Cadmium Akku in diesen Zuständen besitzt.
Die negative Elektrode vom Nickel-Metall-Hydrid Akku besteht aus Seltenerd-Nickellegierung. Die positive Elektrode besteht im geladenen Zustand aus Nickel(III)Oxyhydrat, im entladenen Zustand aus Nickelhydroxid. Kalilauge dient im Nickel-Metall-Hydrid Akku als Elektrolyt. Es findet keine Konzentrationsveränderung statt. Bei der Ladung wird an der positiven Elektrode Wasser gebildet, das von der negativen Elektrode wieder abgebaut wird. Bei der Ladung werden an der positiven Elektrode negative Hydroxid-Ionen verbraucht und an der negativen Elektrode produziert.
Im Aufbau unterscheidet sich der Nickel-Metall-Hydrid Akku nicht vom Nickel-Cadmium Akku. Der Nickel-Metallhydrid Akku besitzt auch eine relativ hohe Selbstentladung. Bei einer Lagerung von 4 Wochen ohne Gebrauch, verliert der Nickel-Metall-Hydrik Akku ca 20-50% seiner Ladung. Dies ist bei zylindrischen Zellen höher als bei den Knopfzellen. Beim Aufladen wird das Kristallgitter um mehr als 10% ausgeweitet und verkleinert sich bei der Entladung wieder. Durch die Ausweitung und Verkleinerung des Kristallgitters führt zu einer Zersplitterung, dies wirkt sich auch auf die Lebensdauer aus.
Für die Wiederaufladung kann das gleiche Ladegerät wie für einen Nickel-Metall-Hydrid Akku verwendet werden, beide besitzen ähnliche Lade- und Entladekurven. Der Nickel-Metall-Hydrid Akku besitzt aber eine höhere Kapazität, darum dauert der Ladevorgang auch länger und braucht mehr Strom.
Tags: Akku, Hydrid, Metall, Nickel
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